Nachdem die vom Bund übertragene Einheit "ABC-Zug Passau (L)" den Feuerwehren zugeordnet wurde, übertrug der Bund den Maltesern zwei Sanitätseinheiten mit den Standorten Passau und Hutthurm. Dadurch wurde die vorhandene Einheit "SanZug Bayern" wesentlich gestärkt. Die Sanitätszüge sind neben Großveranstaltungen wie Katholikentage vor allem bei Großschadensereignissen tätig. So waren die Malteser bei der Flutkatastrophe im August 2002 im Stadtbereich und im Landkreis sowie in Dresden im Einsatz.
Im Rahmen eines feierlichen Festaktes in Eichstätt übergab Bayerns Innenminister Joachim Herrmann kürzlich 48 Krankentransportwagen (KTW) an die vier großen Hilfsorganisationen Malteser Hilfsdienst, Bayerisches Rotes Kreuz, Johanniter-Unfall-Hilfe und Arbeiter Samariter Bund. Auch die Malteser aus Passau konnten sich über ein neues Fahrzeuge freuen. „Es ist ein gutes Gefühl, dass wir Patienten jetzt in einem neuen und modernen Fahrzeug versorgen und transportieren können“, freuten sich Bereitschaftsführer Roland Kronawitter und Rettungsassistent Max Roll über die neuen Fahrzeuge.
Diese KTW’s stellen die größte Einzelinvestition in die Stärkung des bayerischen Hilfeleistungs- und Gefahrenabwehrsystems der letzten Jahrzehnte dar, wie das Bayerische Staatsministerium mitteilte. Bayern finanziert 30, der Bund weitere 18 Fahrzeuge. Entsprechend wurde die Fahrzeugübergabe gefeiert. Nach der Begrüßung durch den Eichstätter Oberbürgermeister Arnulf Neumeyer hielt Staatsminister Joachim Herrmann eine Grundsatzrede über die Wichtigkeit der Rettungsdienste und eine entsprechend gute Ausrüstung. Anschließend segneten Dompfarrer Franz Mattes und die evangelische Pfarrerin Evelyn Rohne die Fahrzeuge. „Es ist mir eine große Ehre, das Fahrzeug aus den Händen des Innenministers zu erhalten. Wir Malteser setzen uns getreu unserem Motto ‚Bezeugung des Glaubens und Hilfe den Bedürftigen’ für Not leidende Menschen ein. Diese neuen Fahrzeuge sorgen dafür, dass wir unsere Bestimmung noch besser und erfolgreicher erfüllen können“, so der stellvertretende Diözesangeschäftsführer aus Passau, Gerhard Auberger, nach der Übergabe.
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Großübung in Maxlrain am 14. September 2009
Die Großübung in Maxlrain war die erste gemeinsame Übung aller bayerischen
Malteserdiözesen. Dabei ging es darum, dass Zusammenwirken des
Rettungsdienstes und der KatS-Einheiten in realistischer Form zu üben.
Ausgangslage war, dass zwei Schulklassen von einem Unwettter überrascht
wurden und in einem Festzelt Schutz suchten. Durch den starken Orkan stürzte
das Zelt jedoch teilweise ein und von den Schutzsuchenden kamen fünfzig
Personen, teilweise schwerstverletzt, zu Schaden.
Nachdem der zuerst alarmierte Rettungsdienst vor Ort die Lage erkundete,
forderte dieser weitere Einsatzkräfte an. Neben den Deggendorfer Kollegen
hatten unsere sechs Einsatz- bzw. Rettungssanitäter die Aufgabe, bei der
Bergung der Verletzten mitzuhelfen und die Erstversorgung sicherzustellen.
Bei leichtem Dauerregen waren nach der Sichtung die Verletztendarsteller mit
leichteren Verletzungen zu betreuen, vorranging jedoch die schwer Verletzten
zusammen mit den teilnehmenden Ärzten entsprechend zu versorgen.
Zwischenzeitlich wurde auch ein BHP50 (Behandlungsplatz zur Versorgung von
500 Verletzten pro Stunde) aufgebaut und eingerichtet. Vom Sammelplatz weg
wurden dann Verletzten in die Zelte mit den entsprechenden Kategorien zur
weiteren Versorgung gebracht.
Von den mittlerweile bereitstehenden Transportkontingenten wurden die
Rettungs- und Krankenwagen zum Abtransport der Verletzten abgerufen und die
Verletzten, nachdem die Transportfähigkeit hergestellt war, in die
Krankenhäuser zur weiteren medizinischen Behandlung gebracht.
Für das Transportkontingent stellten wir unsererseits zwei SEG-Transport,
also zwei Krankenwagen mit je zwei Rettungs- bzw. Einsatzsanitäter.
Zur Betreuung der Verletzten und zwischenzeitlich eingetroffenen Angehörigen
war ein Kriseninterventionsteam vor Ort und leistete ebenfalls hervorragende
Arbeit.
Fazit: Die Großübung in diesem Rahmen war für alle Beteiligten mehr als
lehrreich und das Ziel, das Zusammenwirken aller bayerischen Malteser für
den Ernstfall zu proben wurde in allen Abschnitten erreicht. Auch konnte
festgestellt werden, dass durch die Zusammenführung der einzelnen Einheiten
sowohl personell als auch materialmäßig eine überaus effiziente
Hilfeleistung bei Großschadensereignissen gewährleistet werden kann.
Bei den einzelnen Helfern kam die Großübung auch sehr gut an, konnten sie
doch die nachbarschaftlichen Beziehungen vertiefen und zum Teil sogar neue
knüpfen.
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Lebensrettende Sofortmaßnahmen
(Wochenendkurs)
Sa. 11. Februar 2012
9.00 - 16.00 Uhr
Erste-Hilfe-Kurs
16./17.Februar 2012
jew. 9.00 - 16.00 Uhr
weitere Termine finden Sie in
der Rubrik "Ausbildung"