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Malteser Passau

Besuch im „Herz des Innviertels“

Malteser Ausflugsfahrten-Familie in Ried

04.10.2017
Gruppenbild am Hauptplatz vor dem Dietmarbrunnen mit dem Standbild Dietmars des Anhangers, des sagenhaften Ortsgründers. Mit dabei auch die beiden Führerinnen Andrea Geiblinger (stehend 2.v.r.) und Christine Wagner (vorne l.), die ihre Heimatstadt hervorragend präsentiert haben.

Passau/Ried im Innkreis. Die erste Fahrt der Malteser Ausflugsfahrten-Familie nach der Sommerpause ging nach Ried im Innkreis ins benachbarte Österreich. Es war wieder ein gelungener Tag, der die Besucher in mehrerlei Hinsicht begeisterte.

Zunächst stand eine Führung im Innviertler Volkskundemuseum auf dem Programm, bei der die Besucher aus dem Staunen und der Begeisterung gar nicht mehr herauskamen. Dazu trugen auch die beiden Führerinnen Andrea Geiblinger und Christine Wagner maßgeblich bei. Das Museum hatte für die Ausflügler extra geöffnet und so hatten sie es ganz für sich allein. „Das Herz des Innviertels“ nannte Christine Wagner die Stadt, deren Verbundenheit zum Nachbarland immer noch eng sei. Denn bis zum Jahre 1779 gehörte Ried zu Bayern. „Deshalb freut es uns ganz besonders, dass wir heute Gäste von dort haben“, betonte sie zu Beginn derFührung.

Im Museum gibt es zahlreiche hervorragende und beeindruckende Werke der berühmten Bildhauerfamilie Schwanthaler zu sehen, die 200 Jahre lang in Ried zu Hause war. Die Führerinnen erzählten viel Interessantes darüber und verrieten auch, woran man einen echten Schwanthaler erkennt: „eine weggespreitzte große Zeh, sehr feine Gliedmaßen, ein klassisches Profil und mandelförmige Augen.“

Es sind auch zahlreiche Sammlungen zusammengetragen und liebevoll präsentiert, z. B. aus den Bereichen Handwerk, Trachten und Textilien, Schmuck und Gefäße oder Glaswaren und religiöse Volkskunst. So beherbergt das Museum allein 40.000 handgemalte Andachtsbilder. Es gibt alte Waffeleisen und Beleuchtungsgeräte zu sehen, wunderbare Hinterglasbilder, alte Innviertler Trachten und so fort. Ein Höhepunkt ist die Oberndorfer „Stille-Nacht-Krippe“ mit mehr als einhundert Menschlichen Figuren, vor der im Jahr 1818 erstmals das berühmte Weihnachtslied erklang.

Zu Mittag aß die Gruppe im Braugasthof Träger, wo sich die 1. österreichische Weißbierbrauerei befand, wie die Besucher erfuhren. Bei der nachmittäglichen Stadtführung brachten die beiden Führerinnen den Besuchern die Geschichte ihrer Heimatstadt nahe, es ging entlang des wunderschönen Hauptplatzes zum Rathaus, wo die Gäste den einzigartigen historischen Rathaussaal bewundern konnten. Natürlich durfte auch ein Abstecher zum Stammhaus der Familie Schwanthaler nicht fehlen und ein Besuch in der Stadtpfarrkirche St. Peter und Paul.

Es war ein wunderschöner Tag, der den Besuchern sicherlich wieder lange in Erinnerung bleiben wird, nicht zuletzt wegen der allseits freundlichen und zuvorkommenden österreichischen Nachbarn und des sonnigen Herbstwetters.

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