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Malteser Passau

Philippsreuter Malteser beim Bundeswettberb in Aachen - Hervorragende Organisation und Freundlichkeit

Hervorragende Organisation und Freundlichkeit

02.10.2013
Nicht ganz einfach war die Aufgabe, bei der gemeinsam mit Schulsanitätern mit Fäden und einem Stift in der Mitte Unfallsituationen gezeichnet werden mussten.

Philippsreut/Aachen. Schon einige Male hat Heidi Teufel am Bundeswettbewerb der Malteser teilgenommen. Immer wieder ist es ein großes Erlebnis. Kürzlich war sie als Gruppenführerin zusammen mit der Jugendgruppe Philippsreut in Aachen, wo gleichzeitig auch die Bundesversammlung stattfand und das 60-jährige Jubiläum des Malteser Hilfsdienstes gefeiert wurde.

Sieben Stunden dauerte die Anreise in die mehr als 200.000 Einwohner zählende und über 700 Kilometer vom Bayerwald entfernte Stadt in Nordrhein-Westfalen. Die Philippsreuter nutzten die Zeit, um noch eifrig zu lernen, so z. B. über die Geschichte der Malteser sowie über religiöse Themen. Übernachtet hat die Gruppe zusammen mit anderen Wettbewerbsteilnehmern in einem Gymnasium. „So konnten wir viele neue Kontakte knüpfen“, berichtet Heidi Teufel.

„Gigantisch“ findet sie das Ambiente auf der Burg Wilhelmstein, wo der Begrüßungsabend stattfand. „Attraktion des Abends war eine Gruppe, die atemberaubende Tänze aufführte“, so Heidi Teufel weiter.

Am nächsten Tag ging es in das Tivoli-Stadion,wo Malteser-Präsident Dr. Constantin von Brandenstein-Zeppelin die Teilnehmer begrüßte. „Große Aufregung und Nervosität lagen in der Luft“, weiß Heidi Teufel über die heiße Phase vor Beginn des Wettbewerbs zu berichten.

Dass sich die letzten Vorbereitungen gelohnt hatten, zeigte sich schon an der ersten Station für die Philippsreuter. Denn dort galt es, religiöse Fragen zu beantworten. Dann mussen sie unter Beweis stellen, dass sie Druckverband, stabile Seitenlage, Lagerungen bei einem Schlaganfall und bei Asthma beherrschen und wie man eine Decke unter einen Bewusstlosen legt. Bei der dritten Station musste die gesamte Truppe in einer Hüpfburg zwei Minuten lang springen, während Fragen über die Allgemeinbildung gestellt wurden. Bei der nächsten Station ging es um einen ertrunkenen Jugendlichen. „Manuel Schrottenbaum, Marie-Christin Weber und Lisa Teufel meisterten die Situation hervorragend. Sie mussten eine Puppe aus dem Wasser ziehen und anschließend reanimieren und mit Defi arbeiten“, berichtet Heidi Teufel stolz.

Nach einer Pause galt es, gemeinsam mit Schulsanitätern eine Unfallsituation zu zeichnen, allerdings mit einem Stift in der Mitte, bei dem viele Fäden zu halten waren. Dazu mussten sich die Teilnehmer absprechen, in welche Richtung der Stift bewegt werden soll. Gar nicht so einfach.

Die sechste Station verlangte den Teilnehmern alles ab. Bei einer Massenhysterie in einem Fußballstadion nach einer Explosion waren zahlreiche Verletzungen zu versorgen, wie eine lebensbedrohliche Blutung, eine Rippenserienfraktur, Schock, Bewusstlosigkeit, Abschürfung und Verbrennung. Zwei der Verletzten wurden während der Behandlung bewusstlos. Auch diese Station musste mit einer Gruppe aus dem Schulsanitätsdienst gemeinsam gemeistert werden. Dann galt es, einen Trageparcour zu meistern und später, innerhalb von 17 Minuten ein Zelt SG 30 und ein Feldbett aufzubauen. Die Philippsreuter schafften das locker. „Dazu brauchten wir zehn Minuten“, berichtet Heudi Teufel.

Zwei spielende Jugendliche, von denen einer gestürzt war und eine Fraktur am Unterschenkel hatte und der andere beruhigt werden musste, weil er so aufgeregt war: Aus dieser Situation das Beste zu machen, galt es an der nächsten Station. „Hier zeigten Johannes Teufel und Marie-Christin Weber ihr Können. Die Schiedsrichter machten sogar eine Bemerkung auf den Auswertebogen, dass sonst  bei keiner Gruppe die seelische Betreuung und die Kommunikation unter den Helfern so einwandfrei waren, wie bei den Zweien“, freut sich Heidi Teufel über ihre nicht nur bestens motivierten, sondern auch hervorragend ausgebildeten Gruppenmitglieder.

Ihr Fazit „Die Organisation und Freundlichkeit in Aachen waren hervorragend. Schade war nur, dass von den neun Stationen nur drei realistische Unfalldarstellungen waren.“ Ihre Gruppe belegte einen Platz zwischen 11 und 18 von 18 Gruppen. Die genaue Platzierung wurde erst ab dem 10. Platz bekannt gegeben. „Wir waren trotzdem zufrieden, da wir drei Teilnehmer ohne Wettbewerbserfahrung  in der Gruppe hatten“, erklärt Heidi Teufel. „Bei der Siegerehrung war der Jubel groß, als verkündet wurde, dass bei den Erwachsenen Regensburg den 1. Platz belegt hatte. Wir freuten uns riesig mit ihnen. Endlich geht der Titel wieder nach Bayern.“

Das große Highligt bei Siederehrung und Festabend war der Besuch des Großmeisters des Souveränen Malteser Ritterordens, Frau’ Matthew Festing. „Es war ein unbeschreibliches Feeling, als er das Stadion betrat und als er seine Rede hielt. Das ganze Stadion hat getobt und applaudiert“, sagt Heidi Teufel über Momente, die sie wohl niemals vergessen wird.

 

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