Navigation
Malteser Passau

Veranstaltungsreihe für pflegende Männer

„Der seelische Gedanke ist wesentlich“

10.01.2014
„Ganz wichtig ist die Stabilisierung des Patienten, bevor man ihm vom Bett in den Rollstuhl hilft“, erklärt Pflegeexperte Claus Berger von den Maltesern (v.r.) Malteser Diözesangeschäftsführer Rainer F. Breinbauer und Walter Sendner vom Referat Männerseelsorge des Bischöflichen Seelsorgeamtes. Foto: Krenn

Passau. Wenn es um die Pflege von Angehörigen geht, denken die meisten an die Ehefrau, die Tochter oder Schwiegertochter. Dabei zeigen Studien, dass 35 Prozent Männer in die Pflege eines Angehörigen mit eingebunden ist. Frauen fühlen sich zur Pflege von Angehörigen in der Regel moralisch verpflichtet. Männer hingegen haben wenig oder keine Kritik zu befürchten, wenn sie die Pflege delegieren. Übernehmen sie diese verantwortungsvolle und oft anstrengende Aufgabe dennoch, so tun sie es aus sehr persönlicher Zuneigung oder Liebe.

Praktische und fachliche Unterstützung gibt diesem Personenkreis die Veranstaltungsreihe „Werkstatt für pflegende Männer“. Veranstalter ist das Bischöfliche Seelsorgeamt Passau, Referat Männerseelsorge, in Kooperation mit dem Malteser Hilfsdienst und der Katholischen Erwachsenenbildung im Bistum Passau e. V.

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe werden bestimmte Situationen und Aufgabenstellungen im Pflegealltag von Profis beleuchtet, Hilfsmittel und Hilfestellungen angeboten. Die Teilnehmer können ihr Wissen einbringen und sich auch untereinander austauschen. Es geht dabei aber nicht nur um das Fachliche, sondern auch um moralische Unterstützung und die Stärkung der Seele für die nicht immer leichte Aufgabe. „Wenn man sich in diese große Kraftanstrengung hineinbegibt, jemanden zu pflegen, dann geschieht dabei auch etwas mit der Seele. Der seelische Gedanke ist wesentlich, damit beide Seiten diese Situation ertragen können“, erklärt Walter Sendner vom Referat Männerseelsorge im Bischöflichen Seelsorgeamt, der für die Veranstaltungsreihe verantwortlich zeichnet

„Die Transfers erleichtern... da ließen sie das Ruhebett hinab, auf welchem der Behinderte lag!“ (Mk 2,4b) ist das Thema der nächsten Veranstaltung. „Wichtig ist, dass der Patient nicht nur im Bett liegt, sondern auch einmal herauskommt. Immer die gleichen vier Wände um sich zu haben, macht die Welt klein und trist. Doch schon der Transfer aus dem Bett in einen Rollstuhl ist für die Pflegenden oft ein schweißtreibender Knochenjob“, so Walter Sendner.

Der Pflegeexperte Claus Berger von den Maltesern geht dabei auf Gefahren und Maßnahmen bei Bettlägrigkeit, auf Lagerung, Transfers, Ausscheidungen, Nahrungsaufnahme sowie Hilfen dabei ein. Natürlich beantwortet er auch die Fragen der Teilnehmer. Malteser Diözesangeschäftsführer Rainer F. Breinbauer freut sich über die Zusammenarbeit: „Ich finde die Idee hervorragend, auch die Zielgruppe pflegender Männer zu begleiten.“

Die nächste Veranstaltung findet am Mittwoch, 22. Januar um 14.00 Uhr in der Diözesangeschäftsstelle der Malteser, Vilshofener Str. 50, 94034 Passau statt. Auch Frauen können daran teilnehmen. „Wenn sich welche dafür interessieren, werden wir sie natürlich nicht vor der Tür stehen lassen“, erklärt Walter Sendner. Der Kostenbeitrag pro Person beträgt 3 Euro. Anmeldung bei Walter Sendner vom Seelsorgeamt, Tel. 0851/393-5220, Fax 0851/393—5609, E-Mail maennerseelsorge@bistum-passau.de

Weitere Informationen

Unser Spendenkonto: Malteser Hilfsdienst e.V.  |  Pax-Bank  |  IBAN: DE08370601201201217993  |  BIC / S.W.I.F.T: GENODED1PA7