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Malteser Passau

„Bilder sind Wegweiser zu stillen Selbstgesprächen“

Hubert Glaser im Seniorentreff

01.06.2018
Foto: Krenn

Passau. Eine ganz besondere Veranstaltung kündigte Leiterin Gertraud Reichart (Foto) an, als Hubert Glaser (Foto) kürzlich im Malteser-Seniorentreff zu Gast war. Sie hatte nicht zu viel versprochen, denn was der Maler, Bildhauer, Autor und Musiker zu sagen und zu zeigen hatte, war in der Tat sehr beeindruckend. Trotz tropischer Temperaturen war der Treff fast voll besetzt.

„Was meine Bilder sagen sollen“, war das Thema des Nachmittags, dem Hubert Glaser gleich zu Beginn widersprach. „Bilder können nicht sprechen. Für mich sind sie Zeichen und Wegweiser zu stillen Selbstgesprächen über geistig Verdautes und Unverdautes.“

Hubert Glaser zeigte viele seiner Werke, erzählte über sie und ihre Entstehung, spielte virtuose Improvisationen auf dem E-Piano und las aus seinen Büchern vor, deren Texte immer mit einem Augenzwinkern zu verstehen sind. Er gab Einblicke in seine Vita, erzählte, dass er aus Leverkusen kommt, Architektur studiert hat und wie vor 42 Jahren sein Einstieg in die Bildhauerei war. Als Künstler ist der Passauer längst über die Region hinaus bekannt und geschätzt. Seine Werke stehen beispielsweise im Treppenhaus der Domsingschule in Köln und er hat zahlreiche Kapellen in Seniorenhäusern gestaltet.

Im Laufe des Nachmittags zeigte sich, dass das Multitalent, wie ihn Gertraud Reichart eingangs bezeichnet hatte, auch eines ist: ein Philosoph. Das unterstrich Hubert Glaser mit Sätzen wie diesen: „Geboren werden ist einschlafen, leben ist träumen, sterben ist aufwachen. Im Tod geht uns ein Geisteslicht auf. Dann wird der Geist erweckt.“

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