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Malteser Passau

Ein denkwürdiger und rekordverdächtiger Tag im Bayerischen Wald

Malteser Ausflugsfahrten-Familie besucht Regen

24.09.2018
Eine der Gruppen bei der Stadtführung am Regenfluss.
Der „Singende Musikantenwirt“ Manfred Mühl unterhielt seine Gäste bestens.
Annemarie Schiller (l.) erzählt ihrer Gruppe bei der Stadtführung vom Fluss, der Regen seinen Namen gab.
Tanja Steinbauer (l.) erzählt ihrer Gruppe bei der Stadtführung vom Fluss, der Regen seinen Namen gab. Fotos: Krenn

Passau/FRG/DEG/Regen. „Ich begrüße sie ganz herzlich in der Pichelsteinerstadt Regen, der einzigen Stadt, die ein Fest um einen Eintopf feiert“, sagte Annemarie Schiller von den Postkellerfreunden Regen zu Beginn der Stadtführung. Noch zwei weitere Kollegen von ihr, Tanja Steinbauer und Herbert Hirtreiter, waren zur gleichen Zeit in Regen mit Gruppen von der Malteser Ausflugsfahrten-Familie unterwegs.

„Unsere Ausflugsfahrten sind sehr beliebt und werden immer beliebter“, erklärt Rosmarie Krenn, Referentin Soziales Ehrenamt bei den Maltesern, die die Fahrten organisiert. „Aber die Fahrt nach Regen überstieg alle Erwartungen bei weitem.“ So machten sich 52 Teilnehmer auf den Weg, sie alle holten die Malteser von ihren Wohnungen in Stadt und Landkreis Passau sowie den Landkreisen Freyung-Grafenau und Deggendorf ab. Ein Reisebus und acht Zubringerbusse waren unterwegs und 32 Helferinnen und Helfer sorgten dafür, dass die Teilnehmer, unter ihnen 31 Rollstuhlfahrer, einen schönen Tag fernab des Alltags erleben konnten.

„Dieses Mal wären wir fast an unsere Grenzen gestoßen“, berichtet Rosmarie Krenn weiter. „Seit 15 Jahren, so lange gibt es die Ausflugsfahrten schon, hatten wir bei einer Fahrt noch nie so viele Teilnehmer und vor allem auch Rollstuhlfahrer. Allein 18 Rollstühle stellten wir zur Verfügung.“ Damit das möglich war, haben die Malteser kurzerhand drei neue Rollstühle angeschafft und drei stellte Ludwig Berger, stellvertretender Diözesanleiter und Bereitschaftsführer in Freyung-Grafenau, zur Verfügung. Er und seine Frau Maria waren auch als Betreuer dabei, wobei Ludwig Berger selbst mit einem Zubringerbus und acht Damen überwiegend aus dem Raum Waldkirchen nach Regen fuhr.

„Es ist natürlich wundervoll und auch unglaublich motivierend, dass so viele Menschen uns vertrauen, gerne mit uns wegfahren und auch immer wieder neue hinzukommen, so wie bei der Regenfahrt. Und es ist immer wieder schön zu erleben, wie viele Malteser man mobilisieren kann, wenn Not am Mann ist“, freut sich Rosmarie Krenn. Denn für jeden Rollstuhlfahrer braucht es natürlich einen Schieber. Die Helferinnen und Helfer hätten die Herausforderung mit Bravour gemeistert und ihnen ist es zu verdanken, dass auch dieser Ausflug ein voller Erfolg wurde.

Bei der Stadtführung erfuhren die Gruppen Interessantes und aus heutiger Sicht auch manchmal Amüsantes über das Pichelsteinerfest, den Schwarzen Regen, an dem die Stadt liegt, und natürlich auch über deren Geschichte. So etwa, dass in früherer Zeit auf 115 Bürger eine Brauerei kam. „Inklusive Kinder“, wie Annemarie Schiller betonte. Von den einst 14 Brauereien sei nur mehr die Privatbrauerei Falter übrig geblieben. In deren Brauereigasthof ließen sich die Besucher nach so viel Wissensvermittlung das Mittagessen schmecken.

Am Nachmittag ging es zum „Singenden Musikantenwirt“ Manfred Mühl nach Schweinhütt, der die Gäste bei Kaffee und Kuchen bestens unterhielt. Nicht nur musikalisch mit meist eigenen Liedern über seine Heimat, den Bayerischen Wald, oder für seine Mama, sorgte der Wirt für Stimmung, sondern auch mit jeder Menge teils deftigen Witzen.

Dieser Tag wird nicht nur Rosmarie Krenn wegen der umfangreichen Organisation und dem dann reibungs- und problemlosen Ablauf noch lange in Erinnerung bleiben, sondern auch ganz bestimmt allen anderen Ausflüglern, weil es ein wunderschöner Tag war.

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