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Malteser Passau

Malteser feiern mit vielen Gästen „10 Jahre Seniorentreff“ Leiterin Gertraud Reichart verabschiedet

„Erinnerungen austauschen und nach vorne schauen“

10.06.2019
Ehrung für die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen (v.l.): Diözesanleiter Georg Adam Freiherr von Aretin, die neue Leiterin Andrea Brodschelm, stellvertretende Diözesanleiterin und Diözesanoberin Ilona Gräfin von La Rosée (halb verdeckt) sowie Referentin Soziales Ehrenamt Rosmarie Krenn (v.r.), Diözesangeschäftsführer Rainer F. Breinbauer, die scheidende Leiterin Gertraud Reichart und Festredner Walter Sendner.Foto: Christina Aicher
Ein Teil der Ehrengäste, darunter Oberbürgermeister Jürgen Dupper (vorne v. r.), die stellvertretende Landrätin Gerlinde Kaupa und die stellvertretende Diözesanleiterin der Malteser, Dr. Renate Zehner.
Festredner Walter Sendner überraschte die scheidende Leiterin Gertraud Reichart mit dem Buch „Der Klang.“ Fotos. Krenn

Passau. Zahlreiche Ehrengäste, aber noch viel mehr Senioren sind der Einladung der Malteser gefolgt, zusammen mit ihnen den 10. Geburtstags des Seniorentreffs zu feiern. So war der Pfarrsaal St. Peter mit rund 120 Gästen voll besetzt.

„Ich bin auch seit zehn Jahren Malteser. Deshalb bin ich dem Seniorentreff besonders verbunden. Wir sind heute da, um Erinnerungen auszutauschen und nach vorne zu schauen“, sagte Diözesangeschäftsführer Rainer F. Breinbauer bei seiner Begrüßung. „Ein großes Dankeschön geht an Frau Hildegunde Brummer und die Stadt Passau mit Herrn Oberbürgermeister Jürgen Dupper und Herrn Bürgermeister Urban Mangold, die den Seniorentreff von Anfang an unterstützt haben“, so Rainer F. Breinbauer weiter.

Jürgen Dupper erklärte, dass der Seniorentreff ein Jungbrunnen sei und blickte zurück auf die Zeit, als die Idee entstand. „Ein Gespräch, dann war klar, das machen wir“, sagte der OB. Es sei aber schwierig gewesen, einen Träger zu finden. „Deshalb bin ich den Maltesern bis auf den heutigen Tag sehr dankbar. Sie haben eine Struktur entwickelt, die aus der Stadt Passau nicht mehr wegzudenken ist.“

„Das Schlimmste im Alter ist, wenn man alleine ist“, betonte Malteser-Diözesanleiter Georg Adam Freiherr von Aretin. „Deshalb bin ich sehr froh, dass wir den Seniorentreff installieren konnten. Es ist mir eine große Freude, Ihnen allen zu danken. Der Passauer Seniorentreff ist für viele andere Städte ein Vorbild.“

Die stellvertretende Diözesanleiterin und Diözesanoberin der Malteser, Ilona Gräfin von La Rosée, dankte den Aktiven und ehemals Aktiven. Besonders freue sie sich, dass die Damen des Strickcafés immer wieder Decken für ein Malteser-Krankenhaus in Bethlehem stricken, das ihr besonders am Herzen liegt. „Viele dieser Decken konnte ich schon nach Bethlehem schicken. Sie freuen sich immer sehr, denn es kann dort erstaunlicherweise sehr kalt sein“, erklärte die Gräfin. Sie blickte auch in die Zukunft: „Hoffentlich geht es weiter so. Denn alt werden wir alle einmal und wir brauchen diese wunderbare Einrichtung.“

Stadträtin und Seniorenbeirats-Vorsitzende Hildgunde Brummer erzählte von den Anfängen des Treffs und betonte, dass die Initiative von ihr ausgegangen sei.

Walter Sendner vom Referat Seniorenseelsorge des Bistums Passau oblag es, die Festrede zu halten. Anhand der zehn Finger ging er auf die Jubiläumszahl ein. Sein Vortrag war sehr lebendig, die Gäste konnten nicht nur zuhören, sondern immer wieder auch mitmachen bei verschiedenen Handübungen oder bei einem Kanon. Er ging auch auf die einzelnen Finger und ihre Bedeutung ein. So sei der der Ringfinger der „Gefühlefinger“, den man früher in direkter Verbindung mit dem Herzen gesehen habe. Auf den Treff übertragen: „Jeder, der schon einmal im Zwinger war, hat sie erfahren dürfen. Die Herzlichkeit, mit der man dort empfangen wird.“ Sein Rat an die Besucher: „Haltet weiter zusammen“, und er wünschte „viel Fingerspitzengefühl füreinander.“

Dann wurde es emotional. Denn nach gut drei Jahren Tätigkeit verabschiedeten die Malteser schweren Herzens die Seniorentreff-Leiterin Gertraud Reichart in den Ruhestand. „Es ist etwas ganz Schönes, was Sie in den Seniorentreff hineingetragen haben“, sagte Rainer F. Breinbauer und zählte viele ihrer Initiativen auf, die inzwischen fester Bestandteil des Programms sind, wie die „Kleinen Konzerte“ oder die Bilderausstellungen.

Die Referentin Soziales Ehrenamt Rosmarie Krenn überreichte Gertraud Reichart neben einem Blumenstrauß Konzertgutscheine und ein Fotobuch. Sie bedankte sich für die hervorragende Zusammenarbeit. Die Mitarbeiterinnen übergaben ihr ein eigenes Geschenk und man merkte, wie schwer allen der Abschied fiel.

Bei der Abschiedsrede von Gertraud Reichart floss so manche Träne der Rührung. „Das Leben ist ein Geben und Nehmen. Ich durfte viel mehr erfahren, als ich selber geben konnte“, erklärte sie bescheiden. „Danke an meine Mitarbeiterinnen. Ich denke, wir waren ein tolles Team. Jede konnte sich einhundertprozentig auf die Andere verlassen. Die Jahre im Seniorentreff waren für mich eine sehr interessante und lebendige Zeit.“

Dann leitete sie über auf ihre Nachfolgerin, die bei der Gelegenheit offiziell in ihr Amt eingeführt wurde: „Andrea Brodschelm ist eine junge, vitale Frau, die sehr viel Lebensfreude versprüht. Supertoll ist, dass sie aus Passau kommt. Sie ist eine Hacklbergerin.“ Diese erklärte, dass sie sich auf ihre Aufgabe freue und dass das, was Gertraud Reichart geleistet hat, „eine große Steilvorlage“ sei.

„Jetzt heißt es 'Alles Musik' erklärte Gertraud Reichart schließlich und leitete damit auf den musikalischen Teil mit der Musikcombo „The Goodies“ über., die erstklassige Unterhaltung bot.

 

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