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Malteser Passau

„Helfen kann schön und erfüllend sein“

42. Diözesanwettbewerb der Malteser in Waldkirchen

30.09.2019
Teilnehmer von der Jugendgruppe Fürholz versorgen eine Verletzung, die durch eine Motorsäge entstanden ist.
Ehrengäste beim Rundgang durch den Wettbewerb, hier an der Reanimationsstation mit den Schiedsrichterinnen Yvonnne Oberneder (kniend mit Mappe) und Berta Resch (v.r.): der frühere Waldkirchener Bürgermeister und Malteser-Finanzkurator Josef Höppler, Diözesanleiter Georg Adam Freiherr von Aretin, Bürgermeister und Schirmherr Heinz Pollak, Hohenaus Bürgermeister und Malteser-Vorstandsmitglied Eduard Schmid sowie Landrat Sebastian Gruber.
Die Gruppe Philippsreut, Sieger bei den Erwachsenen, mit Gratulanten (stehend v.l.): die stellvertretenden Landrätinnen Gerlinde Kaupa (Passau) und Renate Cerny (Freyung-Grafenau) sowie Bürgermeister und Schirmherr Heinz Pollak (stehend v.r.), Diözesangeschäftsführer Rainer F. Breinbauer, Diözesanleiter Georg Adam Freiherr von Aretin, stellvertretende Diözesanleiterin und Diözesanoberin Ilona Gräfin von La Rosée, stellvertretender Diözesanleiter und Kreisbeauftragter FRG Ludwig Berger und Leiter Einsatzdienste FRG, stellvertretender Stadtbeauftragter Passau sowie Mitorganisator Claus Berger.
Der Siegergruppe von der Jugend Philippsreut gratulierten (stehend v.l.): Diözesanleiter Georg Adam Freiherr von Aretin, die stellvertretenden Landrätinnen Renate Cerny (FRG) und Gerlinde Kaupa (Passau), Diözesangeschäftsführer Rainer F. Breinbauer, stellvertretende Diözesanjugendsprecherin Anna Götz, Diözesanjugendreferent und Mitorganisator Johannes Breit, stellvertretender Diözesanjugendsprecher Fabian Weiß, stellvertretende Landesjugendsprecherin Veronika Gentz, Schirmherr Bürgermeister Heinz Pollak sowie stellvertretender Diözesanleiter und Kreisbeauftragte FRG Ludwig Berger (stehend v.r.) und stellvertretende Diözesanleiterin und Diözesanoberin Ilona Gräfin von La Rosée.
Die siegreiche Gruppe bei den Kindern aus Passau-Freudenhain gewann den Wanderpokal, einen großen Bären. Mit ihnen freuten sich (stehend v.l.) Diözesanleiter Georg Adam Freiherr von Aretin, die stellvertretenden Landrätinnen Renate Cerny (FRG) und Gerlinde Kaupa (Passau), stellvertretender Diözesanjugendsprecher Fabian Weiß, Schirmherr Bürgermeister Heinz Pollak, stellvertretende Landesjugendsprecherin Veronika Gentz, stellvertretende Diözesanjugendsprecherin Anna Götz, stellvertretende Diözesanleiterin und Diözesanoberin Ilona Gräfin von La Rosée, stellvertretender Diözesanleiter und Kreisbeauftragte FRG Ludwig Berger sowie ihr Lehrer Josef Duschl (kniend r.).
Die Gruppe vom Schulsanitätsdienst Freyung fährt im nächsten Jahr zum Bundeswettbewerb. Dazu gratulierten (stehend v.l.) Diözesanleiter Georg Adam Freiherr von Aretin, die stellvertretenden Landrätinnen Renate Cerny (FRG) und Gerlinde Kaupa (Passau), die stellvertretenden Diözesanjugendsprecher Anna Götz und Fabian Weiß, stellvertretende Landesjugendsprecherin Veronika Gentz, Schirmherr Bürgermeister Heinz Pollak, stellvertretende Diözesanleiterin und Diözesanoberin Ilona Gräfin von La Rosée, stellvertretender Diözesanleiter und Kreisbeauftragte FRG Ludwig Berger, Mitorganisator Michael Behringer und Schulsanitätsdienst-Referent Manuel Moser.
Rosa Poxrucker (v.l.), Hilde Wilhelm und Brunhilde Schreiner hat die Jugendgruppe aus Philippsreut „vergoldet.“ Darüber freut sich auch Einrichtungsleiterin Heidi Teufel, Gruppenleiterin der Malteser-in Philippsreut (3.v.r.). Fotos: Krenn

Waldkirchen/Passau. Am vergangenen Samstag kamen sie wieder zusammen zum Diözesanwettbewerb. Mehr als 200 Malteser aus der ganzen Diözese Passau und darüber hinaus: Schiedsrichter, Verletztendarsteller, Funktionspersonal und natürlich die Teilnehmer, die an verschiedensten Stationen ihr Können und Wissen rund um die Versorgung von Verletzten und über die Malteser unter Beweis stellten. Veranstaltungsort war diesmal Waldkirchen. Zahlreiche Besucher bevölkerten den Marktplatz beim Herbstmarkt und die Malteser sorgten bei ihnen ein ums andere Mal für Aufmerksamkeit, wenn sie an den Stationen arbeiteten.

Der Diözesanwettbewerb begann mit einem Gottesdienst in der Pfarrkirche, den Kaplan Michael Klug zelebrierte. Das Evangelium handelte vom Barmherzigen Samariter, der geholfen hat. „Das mit dem Helfen ist heutzutage so eine Sache“, sagte Kaplan Klug in seiner schwungvollen Predigt. „Da seid ihr Gott sei Dank als Malteser eine Ausnahme. Ich weiß, wenn etwas passieren sollte, seid ihr da. Die Menschen sind froh und dankbar für eure Arbeit. Helfen kann schön und erfüllend sein. Dafür dankt Euch Gott. Er wird es euch reichlichst vergelten.“

Diözesanleiter Georg Adam Freiherr von Aretin begrüßte die Teilnehmer und Landrat Sebastian Gruber erklärte: „Wir sind froh, stolz und dankbar, dass eine Einrichtung wie die Malteser in unserer Region so stark vertreten ist.“ Er überreichte an Claus Berger, Leiter Einsatzdienste im Landkreis Freyung-Grafenau, stellvertretender Stadtbeauftragter Passau und einer der Hauptorganisatoren des Wettbewerbes, eine Spende. Mit Claus Berger zeichneten Michael Behringer und Diözesanjugendreferent Johannes Breit hauptverantwortlich für die Organisation.

„Es ist mir eine sehr große Freude und Ehre, dass der Diözesanwettbewerb in Waldkirchen stattfindet und dass ich als Schirmherr fungieren darf. Ich ziehe vor euch meinen nicht vorhandenen Hut“, betonte Bürgermeister Heinz Pollak.

Und dann ging es für die Gruppen endlich los zu den Stationen. Mit viel Einsatz, Eifer und Ehrgeiz gingen sie ans Werk. Ging es doch heuer nicht nur darum, die Besten in der Diözese Passau zu sein, sondern auch um die Qualifikation für den Bundeswettbewerb 2020 in Lingen.

Die Stationen, die rund um den Marktplatz verteilt waren, hatten es in sich. Jede war eine Herausforderung. Neben dem Können und Wissen waren auch Einfühlungsvermögen und Teamgeist gefragt.

So mancher Passant blieb verwundert stehen, wenn junge Leute an der Passauer Straße die Trage aus dem Rettungswagen holten, auf der sich Bälle befanden, und ihre Geschicklichkeit dadurch bewiesen, dass sie mit der Trage einen Hindernisparcours durchliefen. Oder wenn aus der Baronreihe laute Hilfeschreie zu hören waren, weil beim Bearbeiten eines Holzbalkens die Motorsäge ausgerutscht und in ein Bein geraten war.

Auf dem Platz bei der Kapelle St. Peter und Paul waren Luftballons mit Fragen verteilt, die ein Team der Gruppe erst aufschreiben und das andere dann beantworten musste. Alles auf Zeit, versteht sich. Im Pfarrheim hatte sich eine Ministrantin an den Kohlen des Weihrauchfasses die Hände verbrannt. Vorher hatte sie dieses versehentlich einer anderen Ministrantin an den Kopf geschwungen. Zu den Aufgaben gehörten außerdem eine Reanimation neben dem Kircheneingang, ein Rollstuhlparcours, ein LKW-Unfall, der Bau eines Jenga-Turms und ein Fragebogen.

An der Färbergasse, beim Aufgang zum Baronhof, wurde den Gruppen alles abverlangt. Eine junge Frau hatte Bier und Drogen konsumiert. Doch das große Problem war, dass ihre ebenfalls berauschte Freundin – eine hervorragende Schauspielerin - vollkommen aus der Rolle fiel und total renitent gegen alle Beruhigungsversuche war. Die Malteser meisterten auch diese Situation. Die Verletzten mimten in bewährter Weise Mitglieder der Gruppen Realistische Unfalldarstellung Traunstein und Passau, die natürlich auch das Schminken der Verletzungen übernommen hatten.

Und dann gab es da noch die ganz besondere Station, die allen Teilnehmern vollkommen neu war. Neben der Caritas-Tagesbetreuung in der Schmiedgasse hat sich ein Unfall ereignet. Die Räume der Betreuung müssen evakuiert werden. Den Senioren von der Tagesbetreuung hat es sichtlich viel Freude gemacht mitzuspielen und von den Maltesern „gerettet“ zu werden. Bei jedem neuen Durchgang – es waren für alle Verletztendarsteller und Schiedsrichter an jeder Station elf an der Zahl – liefen sie immer mehr zur Höchstform auf.

Die teilnehmenden Kindergruppen durchliefen einen eigenen Parcours, bei dem sie altersgerechte Erste-Hilfe-Stationen vorfanden, wo aber auch Spaß und Spiel nicht zu kurz kamen.

Angespannte Erwartung herrschte bei der Siegerehrung im Gäste- und Bürgerhaus. Baron Aretin lobte die gute Jugendarbeit und betonte, dass die Malteser im Landkreis Freyung-Grafenau sehr stark aufgestellt sind.

„Tief beeindruckt stehe ich jetzt vor ihnen. Es ist eine Freude, in so viele junge Gesichter zu blicken. Nicht seit fünf oder zehn Jahren, sondern schon seit Generationen ist der Landkreis ein erfolgreiches Pflaster für die Malteser“, erklärte die stellvertretende Landrätin Renate Cerny, die auch im Namen ihrer Passauer Kollegin Gerinde Kaupa sprach. Sie sei den Maltesern sehr verbunden, auch als Mitglied, so Renate Cerny weiter. Sie ermunterte die Teilnehmer, die nicht gewonnen haben: „Wenn es heute nicht gereicht hat, gehen sie es im nächsten Jahr mit dem gleichen Eifer und Engagement an. Das ist ein Ehrenamt in der Mitte der Gesellschaft.“

Heinz Pollak lobte: „Das war heute eine sehr gute Veranstaltung. Es waren interessante Stationen, bei denen man sehr viel hat leisten müssen, auch körperlich. Ihr habt Hervorragendes geleistet.“ Mit viel Applaus wurde seine Ankündigung quittiert, dass die Kosten für das Bürgerhaus und die Erinnerungstassen, die unter dem Malteserlogo die Waldkirchener Radabweiser zeigen, übernommen werden.

Der stellvertretende Diözesanleiter und Kreisbeauftragte FRG Ludwig Berger überreichte dem Schirmherrn sowie Margret Rodler von der Caritas-Tagesbetreuung je einen Erinnerungsteller.

Dann endlich wurden die Sieger bekannt gegeben und geehrt. Zum Bundeswettbewerb im nächsten Jahr in Lingen (Niedersachsen) fahren die Gruppen aus Philippsreut (Erwachsene und Jugend) sowie aus Freyung (Schulsanitätsdienst).

Die Ergebnisse im Einzelnen:

Erwachsene

1. Philippsreur

2. Fürholz

Jugendliche/Schulsanitätsdienst (SSD)

1. Philippsreut

(2.) Traunstein – Gastgruppe, ohne Wertung

2. Fürholz

3. Howareid (Annathal)

4. Freyung (SSD)

5. Neuhaus (SSD)

6. Passau-Freudenhain (SSD)

7. Passau

8. Fürstenzell (SSD)

Kinder

1. Passau-Freudenhain II

2. Passau-Freudenhain I

3. Passau-Grubweg

4. Ruderting

5. Philipsreut

6. Howareid (Annathal)

Eine kleine Geschichte am Rande (siehe auch Foto):

Die Jugendgruppe aus Philippsreut – die späteren Sieger – deckten einige Seniorinnen der Caritas-Tagesbetreuung mit einer Rettungsdecke zu, damit sie nicht froren. Daraufhin erklärte Hilde Wilhelm: „Ich bin immer goldig, aber jetzt bin ich vergoldet.“ Allgemeines Gelächter folgte und alle freuten sich an den drei „Golden Girls.“ Auch solche Szenen sind es, die den Diözesanwettbewerb ausmachen. Bei allem Ernst ist auch immer Platz für einen Spaß.

 

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