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Malteser Passau

Berührende Abschiedsworte von Gräfin La Rosée

Diözesanadventsfeier der Malteser

10.12.2019
Die berufenen Funktionsträger sowie Verantwortliche mit Diözesanleiter Georg Adam Freiherr von Aretin (l.), dem stellvertretenden Passauer Landrat Klaus Jeggle (stehend ab 5.v.l.), dem Passauer Stadtrat Clemens Damberger, der stellvertretenden Landrätin Freyung-Grafenau Helga Weinberger und Tiefenbachs 2. Bürgermeister Uwe Urtel (r.).
Die scheidende stellvertretende Diözesanleiterin und Diözesanoberin Ilona Gräfin von La Rosée (l.) dankte Diözesanleiter Georg Adam Freiherr von Aretin und der stellvertretenden Diözesanleiterin Dr. Renate Zehner für die gute Zusammenarbeit während der vergangenen 21 Jahre.Fotos: Krenn

Haselbach. „Grüß Gott. Das ist für uns Malteser eine angemessene Begrüßung.“ Mit diesen Worten eröffnete Michael Behringer die Diözesanadventsfeier der Malteser im Gasthaus Gaißinger in Haselbach bei Tiefenbach. Er konnte dazu zahlreiche ehren- und hauptamtliche Malteser sowie auch Ehrengäste willkommen heißen.

Diözesanleiter Georg Adam Freiherr von Aretin betonte in seiner Weihnachtsansprache: „Weihnachten soll ein Fest des Friedens und der Freude sein. Frieden ist oft schwierig. Wir haben in Deutschland seit über 70 Jahren Frieden. Wir müssen immer wieder daran erinnern, dass wir dafür dankbar sein müssen.“

Passau sei die zweitkleinste Diözese in Deutschland, aber die Passauer Malteser die mit den meisten Angeboten. „Dafür möchte ich heute ausdrücklich danken“, so der Diözesanleiter weiter. Besonders freue ihn die Arbeit mit der Jugend. Ein großer Erfolg konnte erst kürzlich gefeiert werden. In Berlin wurde die Malteser Jugend Passau für ihre Broschüre „Erste Hilfe für kleine Helden" beim Förderpreis „Helfende Hand" des Bundesinnenministeriums in der Kategorie „Innovative Konzepte" mit dem ersten Preis ausgezeichnet.

Er wünsche sich sehr, so Baron Aretin weiter, „dass unser Engagement in Altötting ausgebaut und erweitert werden kann. In einem so bekannten und auch bedeutenden Wallfahrtsort ist unsere Präsenz gerade für die Zukunft notwendiger denn je.“

Er sagte allen ein herzliches Danke und erklärte: „Wir sollten den Herrgott bitten, dass wir im kommenden Jahr unsere Pflicht und unsere Aufgaben nicht nur in der Arbeit, sondern auch in der Familie erfüllen können. Jeder an seiner Stelle – und es muss nicht immer bei den Maltesern sein.

Tiefenbachs 2. Bürgermeister Uwe Urtel bezog sich in seinem Grußwort auf das Motto der Malteser ... weil Nähe zählt. „Deshalb in ich auch heute gerne in ihrer Nähe. Bei ihnen arbeiten Menschen, die nicht wegsehen, sondern helfen, wo Hilfe gebraucht wird. Ich wünsche mir für die Gemeinde Tiefenbach, dass sie noch lange Freude und Energie für ihr Ehrenamt haben.“

Passaus stellvertretender Landrat Klaus Jeggle, der auch für seine Freyung-Grafenauer Kollegin Helga Weinberger sprach, erklärte: „Wir leben in einer Gesellschaft, in der die Menschen ein ausgeprägtes Sicherheitsgefühl haben und das ist selbstverständlich. Damit das Ganze funktioniert, tragen sie ganz wesentlich dazu bei, dass die Menschen sich sicher fühlen können.“ Er sprach das Problem an, dass immer öfter Sicherheitskräfte angegriffen werden. „Das ist eine Sache, wo wir alle miteinander ein ganz massives Zeichen setzen müssen.“ Den Maltesern sprach er seine Anerkennung aus: „Herzlichen Dank, dass sie diese praktizierte Nächstenliebe vor dem Hintergrund des christlichen Glaubens leben.“

Der Passauer Stadtrat Clemens Damberger, der Oberbürgermeister Jürgen Dupper vertrat, erklärte: „Ich bin ein Urgestein. Denn ich bin seit 50 Jahren und ein paar Wochen Mitglied der Malteser. Zusammen mit Max Behringer und Edelbert Sitter habe ich die Malteser in Passau aufgebaut.“ Er sprach den Ehren- und Hauptamtlichen seinen Dank „für ihre professionelle und uneingennützige Arbeit aus“ und schloss sein Grußwort mit dem ersten Satz des Malteser-Gebetes, das die Teilnehmer zu Beginn der Feier gesprochen hatten: „Herr Jesus Christus, Du hast mich aus Gnade berufen, Dir als Malteser zu dienen – und das seit über 50 Jahren.“

Anna Behringer von der Malteser-Jugend und Margit Sitter von der Malteser Garde trugen weihnachtliche Geschichten und Gedichte vor. Organisiert haben die Feier die beiden Vorstandsmitglieder Sabine Grundmüller und Helmut Ahollinger sowie Max Roll von der Malteser Garde.

Georg Adam Freiherr von Aretin überreichte Berufungsurkunden an Max Roll (Leiter der Malteser Garde), Jessika Ilg und Fabian Weiß (beide Gruppenleiter der Kindergruppe Fürholz), Christoph Sommer (stellvertretender Leiter der Unterstützungsgruppe Rettungsdienst Hutthurm), Stefanie Seidenhofer (Projektleiterin Senioren werden digital Hutthurm) und Pauline Asenbauer (Projektleiterin Senioren werden digital Passau).

Sehr emotional wurde es für die stellvertretende Diözesanleiterin und Diözesanoberin Ilona Gräfin von La Rosée und auch für alle Zuhörer im Saal, als diese zum Schluss des offiziellen Teils ans Rednerpult trat. „Nach 21 Jahren habe ich letzten Mai beschlossen, dass ich aus familiären Gründen von meinem Amt zurücktrete. Es war eine erfüllende Zeit. Für vieles möchte ich heute danke sagen“, erklärte Gräfin La Rosée und blickte dann auf zahlreiche Einsätze und Erlebnisse zurück. Sie dankte ihrer Vorgängerin Dr. Renate Zehner und Baron Aretin, erinnerte an ihre Teilnahme am Schwesternhelferinnen- und Einsatzsanitäter-Kurs, an zwei Diözesanwettbewerben und später als Schiedsrichterin und vieles mehr. „Die Krönung war kürzlich die Fahrt nach Berlin, wo wir den ersten Preis entgegennehmen konnten“, betonte sie. Im sozialen Ehrenamt habe sie unter anderem an Rom-Wallfahrten teilgenommen und viele Ausflugsfahrten begleitet.

„Ich danke euch allen, die ihr mich mit Rat, Tat und gutem Vorbild in den letzten Jahren begleitet habt.“ Mit diesen Worten und dem Versprechen, dass sie auch weiterhin als Helferin zur Verfügung steht, beendete die Gräfin ihre bewegende Rede.

 

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