Bundesversammlung der Malteser online

Die Teilnehmer an der Bundesversammlung aus der Diözese Passau (v.l.): Diözesangeschäftsführer Rainer F. Breinbauer, stellvertretender Diözesanleiter Ludwig Berger, Helfervertreterin Sabine Grundmüller, stellvertretende Diözesanleiterin Dr. Renate Zehner, Delegierter Claus Berger sowie die Helfervertreter Eduard Schmid und Helmut Ahollinger. Foto: Krenn

Passau/Köln. Am vergangenen Samstag fand die Bundesversammlung der Malteser statt. Jedes Jahr machen sich dazu Malteser aus den 28 Diözesangliederungen auf den Weg, um richtungsweisende Entscheidungen für die Hilfsorganisation zu treffen. Heuer fand die Veranstaltung nicht wie geplant, zusammen mit dem Bundeswettbewerb in Lingen statt, sondern die rund 180 Delegierten als Vertreter der 50.000 Aktiven kamen mit dem Präsidium und dem Geschäftsführenden Vorstand, die in der Zentrale in Köln tagten, via Videokonferenz zusammen.

Im Seminarraum der Diözesangeschäftsstelle nahmen die Passauer Vertreter teil. Als stimmberechtigte Mitglieder waren dabei die stellvertretenden Diözesanleiter Dr. Renate Zehner und Ludwig Berger, der Delegierte Claus Berger sowie der Helfervertreter in der Diözesanvorstandschaft Eduard Schmid. Außerdem nahmen die Helfervertreter Sabine Grundmüller und Helmut Ahollinger sowie Diözesangeschäftsführer Rainer F. Breinbauer an der Versammlung teil. Ihnen zur Seite standen als Wahlhelfer Sekretärin Irmgard Winke sowie der Passauer IT-Verantwortliche Berthold Drasch.

Es war für alle Beteiligte eine ungewohnte Situation. „Ich finde es interessant, alles ist sehr übersichtlich. Aber man sieht schon die Grenzen. So kann man keine Gespräche mit Maltesern aus anderen Diözesen führen;“ erklärte Dr. Renate Zehner. „Ungewohnt“ und „interessant“ fand Ludwig Berger die Versammlung: „Es ist eine gute Veranstaltung und ich bin überrascht, dass es so gut abläuft.“

Claus Berger war erstaunt, wie gut alles funktionierte und lobte die gute Organisation. „Es ist in dieser Situation das Beste, was man manchen kann.“ Auch er bedauerte, „dass der persönliche Kontakt mit Maltesern aus ganz Deutschland wegfällt, wozu man sonst ein Mal im Jahr die Möglichkeit hat.“

„Ich wäre liebend gerne nach Lingen gefahren, um neue Leute kennenzulernen und Bekannte zu treffen“, erklärte auch Eduard Schmid. „Doch es ist auch interessant, dass wir hier in Passau zusammenkommen, mit Abstand und Maske. Ich bin froh, dass wir hier zusammensitzen und gemeinsam die Bundesversammlung verfolgen können. Wir sind in einem guten Verband, der auch weiß zu organisieren.“

Auch Diözesangeschäftsführer Rainer F. Breinbauer war zufrieden mit dem Ablauf: „Angesichts der Möglichkeiten, die wir haben, verläuft alles ganz gut. Köln hat da eine ganz tolle Vorarbeit geleistet.“ Auch aufgrund der Erfahrungen an diesem Tag kann er sich in Zukunft eine Mischung aus Präsenz- und elektronischen Treffen auch in der Diözese Passau vorstellen.

Die Versammlungsteilnehmer berieten unter anderem die Berichte des Geschäftsführenden Vorstands und wählten ein neues Präsidium für die kommenden vier Jahre, das höchste Gremium des ehrenamtlich geprägten Verbandes. Auch die Passauer Teilnehmer stimmten schriftlich ab, die beiden Wahlhelfer zählten die Stimmen aus und übermittelten das Ergebnis digital nach Köln.

Der mit großer Mehrheit wiedergewählte ehrenamtliche Präsident Georg Khevenhüller zog eine Zwischenbilanz zur Hilfe in der Corona-Pandemie. „Ich bin unglaublich dankbar für die vielen kreativen Ansätze, mit denen die Malteser auf die ungewohnte Situation reagiert haben, um den Menschen während dieser schwierigen Zeit helfen zu können. Nicht nur die ganz praktischen Hilfen wie Einkaufsservices oder der Einsatz in Abstrichzentren haben gut funktioniert. Besonders wichtig sind auch die Hilfen für Menschen, die in dieser Zeit einsam und abgeschottet waren. Soweit die Hygiene-Regeln es zuließen, waren wir auch hier nahe. Wir dürfen nicht vergessen, dass auch diese Begleitung ‚systemrelevant‘ für unsere Gesellschaft ist. “

 

Zahlen, Daten, Fakten: Corona-Hilfen von März bis Mai 2020:

Im Bevölkerungsschutz (wie z. B. Aufbau Behelfskrankenhäuser)  

1.000 Malteser täglich im Einsatz

19.000 Hilfseinsätze

400.000 ehrenamtliche Einsatzstunden

 

In Alltagshilfen (wie z. B. Einkaufsservice)

11.000 erreichte Hilfe-Empfänger

4.200 ehrenamtlich Aktive

400 Corona-Dienste für Risikogruppen