Dank Corona-Soforthilfe der Aktion Mensch

Manuela Seibold (l.) und Stefanie Weber freuen sich auf viele Anrufe und Mails von Menschen, die in den Genuss der kostenlosen Mahlzeiten kommen möchten. Foto: Malteser

Passau/Bonn. Grund zu großer Freude gibt es dieser Tage bei den Sozialen Diensten der Malteser. Ihr Antrag auf Corona-Soforthilfe wurde von der Aktion Mensch genehmigt und so können nun noch mehr Menschen in den Genuss eines kostenlosen warmen Mittagessens kommen.

Die Herausforderungen in Corona-Zeiten sind auch in den Sozialen Diensten beträchtlich. Doch durch großes Engagement und vorbildlichem Einsatz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können die Hausnotruf-Teilnehmer und Menüservice-Kunden, unter Berücksichtigung der Hygiene-Maßnahmen und Einhaltung des Mindestabstandes natürlich, auch weiterhin auf die Malteser zählen.

Doch nicht für alle Bedürftigen ist ein warmes Mittagessen am Tag erschwinglich. Deshalb haben die Malteser einen Antrag an die Corona-Soforthilfe der Aktion Mensch in Bonn gestellt. Zunächst waren dafür 20 Millionen Euro gedacht, aufgrund der großen Nachfrage wurde der Betrag jedoch schon zwei Wochen später auf 40 Millionen Euro verdoppelt. Ein Stück von 28.000 Euro von diesem Kuchen geht an den Menüservice der Malteser in der Diözese Passau.

Ziel der Corona-Soforthilfe ist Unterstützung für Menschen mit Behinderung und Menschen in sozialen Schwierigkeiten. Hintergrund ist die akute Notlage von Menschen, die aufgrund ihrer persönlichen Situation besonders durch die Pandemie bedroht sind und Unterstützung benötigen. Dazu gehören Menschen mit Behinderung, deren Assistenzkräfte ausfallen, aber auch sozial benachteiligte Menschen, die durch die zunehmende Schließung von Tafeln oder anderen Einrichtungen nicht mehr mit Lebensmitteln versorgt werden können. Die Aktion Mensch will hier schnell und unbürokratisch helfen.

Und genau so ist es. Denn schon kurze Zeit nach Antragstellung hatten die Malteser die Genehmigung in Händen. „Das ist eine wunderbare Nachricht und unsere ganze Abteilung war vor Freude aus den Häuschen. Unser großes Dankeschön gilt der Aktion Mensch, durch deren Hilfe wir jetzt noch mehr Menschen helfen können. Und natürlich danken wir auch den Lotterieteilnehmern ganz herzlich, deren Lose so viel Gutes bewirken“, sagt Manuela Seibold, die bei den Maltesern für die Mahlzeiten-Patenschaften verantwortlich zeichnet.

Stefanie Weber, die federführend bei der Antragstellung tätig war, erklärt, warum die kostenlosen Essenslieferungen jetzt wichtiger und wertvoller sind als je zuvor: „Ältere Menschen und Personen mit Vorerkrankungen sind von der derzeitigen Situation besonders betroffen. Sie gehören zur sogenannten Risikogruppe im Zusammenhang mit dem Corona-Virus und müssen deshalb nach Möglichkeit zu Hause bleiben. Da werden auch alltägliche Dinge, wie etwa das Einkaufen, zum Problem. Weil für viele Menschen eine Versorgung durch die Tafeln nicht mehr möglich ist, ist eine warme Mahlzeit für sie plötzlich keine Selbstverständlichkeit mehr. Auch Pflegebedürftige, die es gewohnt waren, von ihrer Familie mit Essen versorgt zu werden, können dieses nun nicht mehr bekommen, da sie zur Hochrisikogruppe gehören.“ Darüber hinaus hätten viele Senioren und chronisch kranke Menschen aufgrund der Ausgangsbeschränkung Angst, aus dem Haus zu gehen und sich mit dem Virus zu infizieren.

In der Corona-Krise verzeichnet der Malteser-Menüservice einen deutlichen Anstieg an Kunden. „Wir wollen auch denen ein gesundes, warmes Essen bieten, die sich dies nicht oder in der derzeitigen Situation nicht mehr leisten können. Gerade in diesen schwierigen Zeiten brauchen das viele besonders. Deshalb sollte wirklich niemand, der in persönlicher oder finanzieller Not ist, Bedenken haben, sich bei uns zu melden. Wir freuen uns über jede Anfrage. Jetzt mit dem finanziellen Polster der Aktion Mensch im Rücken natürlich umso mehr“, betont Manuela Seibold.

Folgender Personenkreis kann schnell und unbürokratisch in den Genuss der kostenlosen, leckeren Menüs kommen: Hilfsbedürftige Seniorinnen und Senioren über 75 Jahre und betagte Hilfsbedürftige, die aufgrund von Krankheit oder Behinderung nicht mehr selbst einkaufen und kochen können. Ein Mal in der Woche bringen die Malteser die Wunschessen nach Hause, die die Empfänger aus einem Katalog auswählen können. Einen Dampfgarer zum einfachen und unkomplizierten Erwärmen stellen die Malteser kostenlos zur Verfügung. „Erfahrungswerte zeigen, dass dies den Menschen wieder mehr Lebensmut gibt und ihre Lebensqualität steigert“, erklärt Stefanie Weber. Das tut dringend Not in diesen Tagen.

Weitere Informationen zu den kostenlosen Mahlzeiten, die im Bereich der ganzen Diözese Passau geliefert werden: Tel. 0851/95666-14 oder E-Mail menueservice.passau(at)malteser(dot)org