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Malteser Passau

Bio-Bauernhof und Leopoldsreut besucht

Malteser Jugend unterwegs im Bayerischen Wald

16.10.2018
Die Ausflügler am Bio-Erlebnisbauernhof in Frauenberg.
Es war ein hartes Stück Arbeit für die jungen Besucher, die großen Karotten zu ernten.
Neben der Kirche und der ehemaligen Schule ist vom einstigen Dorf Leopoldsreut nur noch dieses Ortsschild übrig, an dem die Besucher sich für ein Erinnerungsbild aufstellten. Fotos: Malteser

Passau/Haidmühle. „Haus – Stall – Hof“ war das Motto des jüngsten Ausfluges der Malteser Jugend, der in den Bayerischen Wald führte. Ziel waren ein Bio-Erlebnisbauernhof sowie das verlassene Dorf Leopoldsreut, beides in der Gemeinde Haidmühle.

Frühmorgens ging es für die Teilnehmer aus Passau los mit dem Bus. In Ruderting, Hutthurm und Philippsreut stiegen weitere Jugendliche und Betreuer zu. Erste Station war der Bio-Bauernhof von Hubert Müller in Frauenberg. Der Bauer stellte den Besuchern seine Tiere vor: Kühe, die das ganze Jahr über auf der Weide bleiben dürfen; Ziegen, die Milch und Fleisch und Hühner, die Eier und Fleisch liefern. Im großen Gemüsegarten bekamen die Besucher Rote Bete, Lauch, Weiß- und Blaukraut, Kürbisse, Kartoffeln und anderes Gemüse sehen. Es war zwar schwierig, machte andererseits aber viel Spaß, die riesengroßen Karotten aus der Erde zu ziehen.

Die Malteser erlebten neben dieser Idylle aber auch, wie geschlachteten Hühnern die Federn ausgerupft und sie kochfertig gemacht werden. Wer wollte, konnte das sogar selbst ausprobieren. Fast alle Kinder sahen dabei zum ersten Mal in ihrem Leben ein totes, nacktes Huhn. Dann besuchten die Gäste die kleine Kapelle in der Nähe des Hofes und erfuhren viel über das Leben der früheren Bewohner von Frauenberg. Nach so viel Wissensvermittlung gab es eine Brotzeit, bevor es weiterging nach Leopoldsreut.

Interessiert betrachteten die Besucher bei einem Spaziergang die Infotafeln, die so manches über das harte und beschwerliche Leben der Menschen im Dorf erzählen. So erfuhren sie, dass seit 1962 niemand mehr dort wohnt. Die Kirche kann man besichtigen und es findet dort auch hin und wieder ein Gottesdienst statt. Das alte Schulhaus, das zurzeit zum Gasthaus umgebaut wird, hat die Kinder besonders interessiert.

Die überdachten Tribünen der Leopoldsreuter Festspiele waren für die Gruppe ein guter Rastplatz. Müde und erschöpft, auch durch den Ostwind, der von Böhmen kalte Luft mitbringt, aber mit vielen schönen Erinnerungen ging es wieder nach Hause zurück. Dass es ein interessanter und erlebnisreicher Tag war, da waren sich zum Schluss alle einig.

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